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Vom Bio-Bauern ins Regal – das ist das Motto der Neuauflage unseres Ja! Natürlich Weblogs!
Begleiten Sie in den nächsten Wochen und Monaten unser Team, und seien Sie bei den einzelnen Produktionsschritten von Brot, Milch und vielen anderen Ja! Natürlich Produkten hautnah dabei!

Interview mit Familie Rieder

Hier können Sie sich das Interview mit Frau und Herr Rieder anhören und runterladen:

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Video von der Bio-Milch-Bauernfamilie

Auch beim Besuch auf dem Bio-Milch-Hof der Familie Rieder hat unser Video-Team ein Video aufgenommen:

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Die Grünland- und Stallarbeit

Biomilchbauer Martin Rieder und ich schlendern quer über den Betrieb. 13,5 Hektar Wiesen gehören dem Leitenbauer, allesamt rund um den Bauernhof auf 900 Metern Seehöhe gelegen. Die Kulisse ist atemberaubend. Im Süden fällt der direkte Blick ins idyllische Hollersbachtal, weiter im Westen liegt Krimml mit seinen berühmten Wasserfällen, dazwischen die Bergriesen der Hohen Tauern. Dazu Kuhglockengebimmel, bunte Wiesenblumen, summende Bienen…

Sauberes Arbeiten ist am Hof oberstes Gebot, schildert mir Biobauer Martin eines seiner Erfolgsrezepte. Das hält die Tiere gesund und das Futter rein. Das gilt auch für die Grasernte. So darf beim Mähen die Grasnarbe nicht verletzt werden, sonst erhält man schmutziges Futter. Offene Erdflächen in der Wiese fördern zudem Schädlinge und Unkräuter wie den Großblättrigen Ampfer, der die erwünschten Gräser und Kräuter in der Wiese verdrängt. Ihn zu Bekämpfen ist Handarbeit: „Abmähen oder ausstechen, was anderes gibt es dagegen nicht“, erzählt mir Martin auch aus eigener Erfahrung. Gedüngt wird ausschließlich mit Dünger vom Hof: die Gülle der Kühe vermixt er mit speziellen Bakterien und natürlichem Steinmehl, damit möglichst viel Sauerstoff in den Dung kommt. Nur so wächst die grüne Flora.

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Woran er erkenne, wann seine Kühe richtig glücklich sind, will ich vom Biobauern wissen: „Ein gutes Zeichen ist, wenn man die Kuh füttert und sie ordentlich frisst. Wenn sie dann zur Tränke geht und ordentlich Wasser säuft, sich dann in die Liegebox legt, die Beine von sich streckt und so richtig wohlig durchschnauft, dann weiß ich, der taugt es.“ Und wenn ein Tier doch krank wird? Dann, so erzählt man mir, werden sie gepflegt wie kleine Kinder — mit Kräutertee. Nur wenn nichts mehr hilft, kommt der Tierarzt. Der darf auch für Biorinder zulässige Medikamente verabreichen. Die Milch der betroffenen Kuh ist dann für die Molkerei gesperrt. Für Biobetriebe gelten doppelt so lange Wartefristen.

Dass Biobauern besonders streng kontrolliert werden, stört Martin und Andrea nicht. „Das ist für uns keine Schikane, sondern eine bewusste Absicherung. Wir werden ja oft kontrolliert- unsere Aufzeichnungen, der Tierbestand, die Flächen, die Milch, auch die Alm. Wir sind unter ständiger Beobachtung. Aber für uns ist das wichtig, damit wir am Schluss einen guten Preis für unsere Milch bekommen.“ Mein Tipp am Schluss: Am Hof der Rieders gibt es auch vier Zimmer für Urlaub am Biobauernhof sowie eine Ferienwohnung, damit sich Ja! Natürlich Konsumenten auch selbst von der präzisen Arbeit der Biomilchbauern ein Bild machen können.

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Urtypische Rasse: das Pinzgauer-Rind

Ich war noch ziemlich müde als ich gestern um 8.00 Uhr früh in den Hof einbog. Dagegen waren Biobauer Martin und seine Frau Andrea da bereits seit 5 Uhr morgens auf den Beinen. Um diese Zeit ruft nämlich täglich — auch im Winter — die Stallarbeit: Füttern, Melken, frisches Stroh im Stall einstreuen, Melkzeug säubern und das bei 35 Stück Vieh pro Tag. Davon sind ein Dutzend Kühe und ein paar Jungtiere. Auch die grasten längst in der warmen Morgensonne auf der Weide.

Biobauer Martin Rieder und ich standen auf der Weide hinter dem Bergbauernhof. Neugierig beobachteten uns die Kühe. Mehr als wir, interessierten sie sich aber für die Kamera unseres Filmteams ;-). Keine Spur von Scheu — Kuh „Lisa“ warf sich sogar prompt in Pose. Pinzgauer-Rinder gelten als sanftmütig, robust und genügsam und liefern besonders feinfasriges, schmackhaftes Fleisch. Während er seine Tiere tätschelt, erzählt mir Martin, dass diese Rasse optimal für Biorinderhalter und sehr trittfest und robust ist. Er erklärt mir weiter, dass das wichtig ist, weil sie den ganzen Sommer über auf der Alm lebten. Eine Turbokuh täte sich auf knapp 2000 m Seehöhe schwer.

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Später lässt mich Martin noch wissen, dass er den Sommer über bis Anfang September mit seinen Tieren auf der Alm lebe, etwa 110 Tage lang. Keine leichte Zeit für den kernigen Landwirt — denn auch unten warte in dieser Zeit viel Feldarbeit. Danach betraten wir den neuen Laufstall, ein moderner, großzügiger Bau mit großen Fenstern, lichtdurchlässigem Dachfirst, dadurch hell und mit viel Platz für die Wiederkäuer. Auch hier drinnen haben die Rinder ein freies Leben. Sie können fressen, trinken, sich hinlegen und ausrasten, wann immer sie wollen. Als Ergänzungsfutter in begrenzten Mengen gibt es Biogetreide aus dem Automaten. Ja selbst für Massagen ist gesorgt. Die rotierende Kuhbürste wird von den Kühen gerne angenommen.

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Martin erzählt mir, dass ab 1. Mai die Tiere vormittags auf der Weide seien, Anfang Juni ginge es dann auf die Alm. Der erste Grasschnitt als Witterfutter für die Tiere wäre bereits geschehen. Heu wäre die Futterbasis. Biokörndlfutter, ein Gemisch aus Biogetreide, würde er als einziges zukaufen. Er berichtet mir weiter, dass die Kälber in den ersten Wochen mit der Milch ihrer Muttertiere aufgezogen würden. Jede Kuh produziere dabei etwa 6.500 Liter Biomilch. Je mehr Milch die Kühe gäben, desto komplizierter wären sie. Morgen werde ich mehr darüber berichten, wie ein Biobauer seine Wiesen und Weiden rein, sein Futter sauber und damit Krankheiten vom Stall fern hält!

Martin & Andrea, Milch-„Bioniere“ im Ja! Natürlich-Kernland

Der Salzburger Pinzgau ist das Aushängeschild von Ja! Natürlich. Hier am Nordrand des Nationalparks Hohe Tauern, starteten Billa und Merkur 1994 mit unserer Bio-Linie. Heute ist Ja! Natürlich Lebensgrundlage vieler kleiner Biomilchbauern. Sie liefern Milch auch für Butter, Joghurt oder Käse und als besondere Spezialität zartes Jungrindfleisch, das Ja! Natürlich zu einem beträchtlichen Teil aus dem Pinzgau bezieht. Heute werde ich die Bergbauernfamilie Rieder aus Jochberg bei Hollersbach besuchen. Ihren Hof gibt es ja bereits seit 1590. So steht es jedenfalls in einer bis heute erhaltenen Urkunde. Den Rieders gehört er seit 1895 nun schon in der 4. Generation. Zum Hof gehören 13,5 Hektar saftige Wiesen und eine Gemeinschaftsalm im nahen Mühlbachtal.

Der Stolz der Familie sind ihre Pinzgauer-Rinder, eine alte regionale Rasse. Würde es keine Bauern wie Martin geben, wären die längst von hochgezüchteten „Turbokühen“ verdrängt worden.

Ich freu mich in den nächsten Tagen jede Menge Spannendes vom Hof der Rieders berichten zu können.

Weitere Infos: Alles zur Bio-Milch von Ja! Natürlich finden Sie hier!


     
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