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Video vom Karotten-Bauern

Hier das Video, das wir beim Bio-Karotten-Bauern aufgenommen haben:

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Über ungedüngte Bio-Karotten und Qualitätsprüfungen

Zurück am Hof in Breitstetten zeigt mir Johann stolz seine moderne Lagerhalle. In wenigen Tagen werden sich dort etwa 2.000 Holzkisten allein mit Biokarotten stapeln — neben seiner eigenen Gemüseernte lagert auch Johanns jüngerer Bruder Markus, wie er Biobauer und Ja! Natürlich-Lieferant, seine Feldfrüchte hier. Zufrieden greift der Biobauer nach einigen seiner Früchte. Länglich, kegelig und schön glatt müssen diese sein, mit schöner oranger Farbe. Und sie dürfen sich nicht biegen lassen, sondern müssen brechen. Die kühle Temperatur im Lager gewährleistet die Frische, ebenso der Erdansatz. „Sonst werden sie klein und verschrumpeln!“ Flink putzt er für mich eine der Wurzeln. Ein knackiger Biss — und was für ein Aroma! Nur gesunde Karotten halten auch im Lager, weiß Lugmayr.

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Was aber tut er für deren natürliche Gesundheit? „Meine Karotten werden nicht gedüngt, auch nicht mit Pferdemist. Sie brauchen nur wenig Stickstoff, und den holen sie sich aus dem Acker. Nach Getreide und Luzerne als Zwischenfrucht sind genau die richtigen Nährstoffe für Karotten im Boden.“ Er habe auch kaum mit Pilzkrankheiten zu kämpfen, eher mit anhaltender Trockenheit nach der Aussaat und im Sommer, weshalb er die Felder auch bewässern muss.

Echte Gefahr drohe dagegen von den Drahtwürmern in der Erde. Der Drahtwurm ist eine besonders gefräßige Käferlarve. „Aber dazu muss man dessen Auftreten halt stets genau beobachten, um zu wissen, auf welchen Flächen man die Karotten aussäen kann oder nicht.“ Zudem hält er sich an mehrjährige Ruhepausen zwischen dem neuerlichen Anbau von Karotten am selben Feld. Ich frage Johann, ob denn auch gemeine Feldhasen zu den von ihm gefürchteten Schädlingen zählen? Er lacht: „Nicht wirklich. Es gibt zwar Studien, wonach Hasen Biokarotten jenen aus konventionellem Anbau vorziehen und auch wir kennen Fraßschäden durch Nagetiere, auch Mäuse. Aber da hoffen wir halt, dass deren natürliche Feinde wie Greifvögel das regeln. Was soll man auch sonst tun…“

Kontrolliert wird der mittlerweile langjährige Ja! Natürlich-Lieferant auch: Von der Austria Bio Garantie oder von der Agrar Markt Austria. Zudem hält sich der Biogemüsebetrieb auch an EUREPGAP-Standards, einem weltweiten Qualitätssicherungssystem für die Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten. Weil für ihn Absatzsicherheit und die Akzeptanz seiner Arbeit zählt, hat Johann mit den Kontrollen auch kein Problem: „Für mich ist das auch ein Selbstschutz, damit die Branche nicht in Verruf kommt. Und schließlich: Ehrliche Arbeit kann auch kontrolliert werden!“ Nicht nur der Blick auf seine frische Ernte macht Johann zufrieden. „Auch die Zusammenarbeit mit Ja! Natürlich hat sich sehr gut entwickelt.“ Und dass seine beiden Söhne Johann, 12, und Michael, 10, ebenfalls beide einmal Bauer werden wollen stimmt ihn zudem optimistisch. karotte06.jpg

Mit Feingefühl beim Ernten

Der täglich mehrfache Blick auf die neuesten Wetterprognosen zählt für Johann Lugmayr in diesen Tagen zum Um und Auf. Gerade Lagerkarotten dürfen nicht zu früh, aber auch nicht zu spät geerntet werden.“ Der erste Bodenfrost bedeutet das Ende der Ernte. „Die optimale Erntetemperatur liege zwischen 1 und 10 °C. Die Karotten dürfen auf dem Weg ins kühle Lager nicht zu warm werden.“ Weshalb man sie oft noch lange vor dem Morgengrauen aus dem Feld holt.

Bei meinem Besuch ist die Gefahr gering. Es hat frische 5 Grad Plus. Mich fröstelt es, aber Johann ist zufrieden. Etwa 35.000 kg Karotten erntet er je Hektar, oft auch weniger. Läuft alles glatt, ist die Ernte binnen fünf Tagen unter Dach und Fach. Dank geringer Niederschläge ist der Ackerboden fest genug, die schweren Maschinen hinterlassen nur wenig Spuren. „Wäre die Erde zu feucht, könnten wir nicht ernten“, meint der Landwirt. Verdichtete Böden sind schlecht für den Anbau im nächsten Jahr.

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Gesät hat er seine Karotten auf insgesamt zehn Hektar auch heuer wieder  betont spät, erst Ende Juni, Anfang Juli. Das ausschließlich zertifizierte, natürlich chemisch nicht vorbehandelte (sprich: ungebeizte) Bio-Saatgut wird nach Kriterien wie „üppiges Laub“ und „unempfindlich gegen Krankheiten“ ausgewählt. Ohne üppiges grünes Kraut über der Erde bis zum Schluss würde etwa die Ernte der Wurzeln massiv erschwert sein.

Wie die Ernte ist auch die Aussaat selbst ohne High-tech Maschinen nicht möglich. Rund 2,2 Millionen (!) feinste Karotten-Samenkörner werden pro Hektar ausgelegt, in Summe ist diese Saatgutmenge gerade mal 2 bis 3 kg schwer. Dafür werden ähnlich wie bei Erdäpfeln kleine Erddämme am Acker geformt. Das erst ermöglicht auch im Biolandbau den besseren Schutz vor unerwünschten Gräsern und Kräutern ohne Chemieeinsatz. Noch bevor die heranwachsenden Karottenpflänzchen aus dem Boden lugen, kann Lugmayr rascher aufkeimendes Beikraut mit einer speziellen Abflammmaschine abbrennen, später reißt er es mit eigenen Hackgeräten am Traktor aus der Erde. Neben den Karotten auf der Dammkrone wachsendes „Unkraut“ muss im Sommer aber weiterhin mühsam händisch ausgezupft werden.

Wie der Biobauer seine Karotten zudem pflegt und warum er strenge Kontrollen seiner Arbeit nicht scheut, darüber will ich morgen erzählen.

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Der Weg vom Feld zum Kunden

Breitstetten ist ein typisches Bauerndorf in Österreichs Kornkammer nordöstlich von Wien. Auf den flachen, weitläufigen Äckern rundherum herrscht selbst Anfang November schon am frühen Morgen reges Treiben. Nach wie vor ist Erntezeit im Marchfeld. Egal ob Zuckerrüben, Zwiebeln, Erdäpfel oder eben Karotten, der nahe Winter droht und die letzten Feldfrüchte müssen jetzt aus der tiefbraunen Erde. Auch am Hof der Lugmayrs geht es in diesen Tagen hoch her: 40 Hektar bestes Land bewirtschaften Johann und seine Frau Anna, die mich bereits erwarten.

Das breite Gemüse-Sortiment ihres Betriebes, übrigens seit 1999 ein anerkannter Biohof, umfasst Rhabarber, Karotten, Zwiebeln, Spinat, Fisolen, Kartoffeln und auch Getreide. Zur Haupterntezeit im Herbst ist jeder Arbeitstag genau eingeteilt, schließlich wollen das rechtzeitige Einbringen der Wurzeln und Knollen, die Pflege der abgeernteten Felder und nicht zuletzt auch schon die Aussaat etwa des neuen Weizens genau geplant sein. Schnell gibt Johann einem seiner Mitarbeiter noch knapp einige Instruktionen, dann geht’s (neben ihm am Traktor!) hinaus auf den Acker. Er ist nicht nur Biobauer, sondern auch ein geforderter Unternehmer. Bis zu 20 Saisonarbeiter beschäftigt der 40-jährige Landwirt, dazu einen fix angestellten Landarbeiter.

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Seit den frühen Morgenstunden zieht unweit des Hofes eine mehr als 100 PS starke Erntemaschine auf einem von Lugmayrs Karottenfeldern ihre Spur. Der selbstfahrende „Klemmbandroder“ wurde speziell für den heutigen Tag von einem Maschinenverleiher im nahen Raasdorf angefordert. Das schwere Gerät rodet das Gemüse aus dem Boden und zieht die begehrten Wurzeln sanft am grünen Krautschopf aus der Erde.

Dann geht’s direkt auf den nebenher fahrenden Traktor samt Anhänger. Dort werden die Karotten in praktischen Holzkisten abgelegt und so rasch wie möglich, am besten binnen einer halben Stunde, direkt in Lugmayrs klimatisierte Lagerhalle verfrachtet. Dort lagern sie mit bis zu 60 Prozent Erdansatz bei konstant 1 °C Raumtemperatur, bis sie im Laufe der nächsten Monate je nach Bedarf vom Zwischenhändler - dem auch der Klemmbandroder gehört - übernommen, sorgfältig gewaschen und abgepackt in handlichen 500g Säcken an Ja! Natürlich ausgeliefert werden. Warum die Ernte seiner Biokarotten für Johann ein besonders kritischer Zeitpunkt ist, darüber berichte ich morgen.

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Knackig frische Biokarotten von Herbst bis in den Sommer

Die besten Biokarotten sind nicht - wie leider gemeinhin oft angenommen - „klein und verschrumpelt“. Was für ein Unsinn! Mit seinem knackigen Wurzelgemüse beweist der Biogemüsebauer Johann Lugmayr, Gemüsebauer im niederösterreichischen Marchfeld alljährlich das Gegenteil. Dank seines Know-hows und „Ja! Natürlich“ gehen seine gefragten, saftig orange leuchtenden Karotten seit knapp zehn Jahren österreichweit über die Ladentische bei Billa und Merkur - und das von Spätherbst bis in den Sommer. Dieser Tage war wieder Erntezeit im niederösterreichischen Marchfeld. Ich habe Johann besucht. Und soviel vorweg: beste Biokarotten wachsen nicht ganz von alleine.

Weitere Infos: Alles zu den Bio-Karotten von Ja! Natürlich finden Sie hier!


     
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