
Beim Besuch bei Fr. Hamader hat unser Ja! Natürlich Team diese Bilder gemacht und in einer Diashow zusammengefasst.
Nach einigen eher hektischen Wochen am Meierhof ist Helma Hamader nun glücklich: Nur noch ein wenig Einkorn steht bei meinem Besuch noch draußen am Feld. Dafür lagern ihr Dinkel, Emmer, Einkorn, Nackthafer und Nacktgerste, der Roggen, Buchweizen und Hirse bereits am alten Schüttboden. Helma und ihr Mann Josef Ehrenberger sind Demeter-Bauern, die sich auf ihrem alten Gut unweit von Horn dem vollkommen natürlichen Anbau von alten Sorten verschrieben haben: Getreide, aber auch Erdäpfel oder Paradeiser.
Der Hof war einst das Wirtschaftsgebäude eines längst aufgelassenen kleinen Zisterzienserklosters. Ein Teil davon wurde von Josefs Vorfahren erworben und weitervererbt. Seit 1995 gehört das erhalten gebliebene Haupthaus samt Stadl und Schüttkasten dem gelernten Landwirtschaftsmeister. Wenig später zog Helma, zu ihm auf den Betrieb. Zwar wartet noch viel Sanierungsarbeit auf das Ehepaar. Als Kulisse für einen völlig im Einklang mit der Natur wirtschaftenden Biobauernhof samt großem Gemüsegarten ums Haus ist das bis zu 600 Jahre alte Anwesen nahezu perfekt. Helma arbeitet gerade im Garten. Noch liegt feuchte Kühle über den großteils abgeernteten Feldern.
Ob es heute noch so trocken und heiß wird, dass Josef mit dem Mähdrescher das letzte Getreide einbringen kann, wird sich wohl erst um die Mittagszeit weisen, meint die Bäuerin nach kurzer Begrüßung. Seit Anfang 2007 liefern Helma und Josef gemeinsam mit anderen Biobauern aus dem Horner Becken an Ja! Natürlich. Mühsam sei die Ernte heuer gewesen, weil es dazwischen immer wieder geregnet habe. Aber immerhin: auch wenn das Wetter oft launenhaft war, so gibt es auch heuer genug Urgetreide für unseren Getreidereis, wie mir Helma versichert: „Die Erträge sind ganz okay. Die Trockenheit im Frühjahr hat zwar dem Emmer etwas zugesetzt und auch beim Dinkel hätte es etwas mehr sein können. Dafür ist das Einkorn diesmal besonders gut gewachsen. Allerdings gab es auch Schaden durch Hagel.“
Man ist trotzdem zufrieden am Meierhof, weil Demeter-Bauern ihren Betriebserfolg nicht vorrangig an der reinen Erntemenge fest machen. Warum sich Helma und ihr Mann überhaupt diesen alten Getreidesorten verschrieben haben, darüber werde ich in den kommenden Tagen erzählen.
Das Waldviertel mit seiner vielerorts naturbelassenen Landschaft gehört wie der Nationalpark Hohe Tauern oder der Seewinkel zu den wichtigsten Partnerregionen von Ja! Natürlich. Das noch weitgehend ursprüngliche Agrarland mit seinen gesunden Böden bietet trotz oft rauen Wetters beste Bedingungen für viele Ja! Natürlich-Produkte, von unseren „speckigen“ Bio-Erdäpfeln über Bio-Weizen und Bio-Roggen bis hin zu Bio-Gänsen, Bio-Lammfleisch und den glücklichen Bio-Freilandschweinen. Helma Hamader aus St. Bernhard bei Horn befasst sich seit langem mit Urgetreidesorten wie Dinkel, Einkorn oder Emmer. Seit drei Jahr beliefert sie uns mit ihrem Getreide-Reis. Im August habe ich mich wieder einmal auf die Reise gemacht und sie am Ende der Getreideernte besucht. Ab morgen folgt dazu mein Bericht.