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Interview mit Peter Berghofer

Das Interview mit dem Bio-Getreidebauern Peter Berhofer können Sie sich hier anhören.

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Video vom Bio-Getreide-Bauern

Beim Besuch bei Peter Berghofer hat unser Video-Team dieses Video aufgenommen:

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Biogetreide & Biokontrolle

In meinem Bericht gestern habe ich mich ganz den Themen Maschinen und Wetterabhängigkeit des Getreides gewidmet. Heute möchte ich noch mehr über das Thema Biogetreide berichten. Bei meinem Besuch bin ich dem Bio-Getreidebauer Peter mitten in das Getreidefeld gefolgt.

Inmitten der Ährenpracht stehend fragte ich ihn, was sein Biogetreide von konventionellem Getreide unterscheide? Er meinte, dass der Ertrag zwar geringer sei, die Pflanzen aber im Wachstum gesünder und ohne chemische Rückstände wären. Gerade die anhaltende Trockenheit im April und Mai dieses Jahres habe gezeigt, dass sein Getreide mit dieser besser umgehen konnte als konventionell angebautes Korn. Auf der Suche nach Nährstoffen im Boden hat sein Getreide rasch sehr viele, auch tiefere Wurzeln bilden müssen. Konventionell gedüngtes Getreide wurzelt flacher. Bleibt der Regen aus hat der Bauer ein Problem.

Peter hat schon immer auf Sorten gesetzt, die nicht auf Massenertrag ausgerichtet sind. Hochgezüchtetem Getreide fehlen auf Bioäckern spätestens bei der Ährenbildung die Nährstoffe. Besonders gute Qualität liefert seine Weizensorte „Erla Kolben“, eine alte Kreuzung aus den 1950er Jahren, die in Sachen Backfähigkeit in Österreich seit 40 Jahren an der Spitze liegt. Dass Peter für sein Getreide eine gute Hand hat beweist auch, dass er auch für einen großer Saatguthersteller aus Oberösterreich Biosaatgut vermehrt, das später in anderen Biobetrieben eingesetzt wird.

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Um die eigenen Kosten niedrig zu halten, baut er wo immer möglich das eigene Saatgut an. Das wird im staatlichen Qualitätslabor zuvor auf Krankheiten und Unkrautsamen untersucht, damit sich nichts weiterverbreitet. Diese Prüfung ist zwar auch teuer, aber das eigene Saatgut kennt den Boden und ist widerstandsfähiger.

Peter hat mir auch erklärt, warum ihn die strengen Kontrollen im Biolandbau überhaupt nicht stören. Ich hab mich auch mit ihm über den dicken Auflagenkatalog unterhalten, dem er sich unterworfen hat. Er hat mir beispielsweise von der EU-Bio-Verordnung 2092/91 erzählt. In dieser sind alle Bio-Richtlinien geregelt. Die Einhaltung wird von autorisierten Kontrollstellen regelmäßig, mindestens einmal jährlich, überprüft.

Dabei erklärt mir Peter frei heraus, wer ehrlich arbeite, könne auch kontrolliert werden. In Zeiten der EDV nachvollziehbare Aufzeichnungen über seine Arbeit zu führen, ist für ihn kein Drama. Weil er auch selbst ein Getreidelager am Hof hat, kommen nicht nur die Bio-Prüfer, sondern auch andere Agrarbehörden und schauen sich um.

Ob sein Korn letztlich höchste Qualität und damit alle erwünschten Inhalts- und Ballaststoffe und Proteinwerte erreicht, um daraus bestes Brot und Gebäck oder Teigwaren zu machen, hängt letztlich aber davon ab, wie gut es die Natur mit ihm meint. Wie mir Peter versichert, hat er stets gute Erfahrungen gemacht, denn gesundes Getreide hält einen gewissen Schadensdruck auch ohne Ertrags- und Qualitätseinbussen aus. Er selbst hätte bis dato noch nichts Gravierendes in seinen Beständen gehabt. Während er zufrieden mit breiter Hand über die Ähren streift, meint er weiter, er habe mehr Freude damit, wenn sein Bestand auch ohne Chemie so schön dastünde.

Überzeugt hat mich nicht nur das saubere Umfeld von Peters Biobetrieb, sondern vor allem seine geradlinige Art. Der Mann hat echte Agrarmanagerqualitäten.

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Von Maschinen und Mondphasen

Gestern habe ich über Peters Ausbildung und seine Einstellung zu Bio geschrieben. Heute möchte ich näher über die Maschinen am Hof berichten und warum ein Biogetreidebauer auch das Wetter ständig im Auge haben muss, um natürliches und gesundes Getreide zu produzieren.

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Deshalb hat mich Peter Berghofer zu einem Rundgang über seinen Hof eingeladen, um alles genau zu inspizieren. Er besitzt einen bulligen Traktor mit kraftstrotzenden 170 PS, eine kompakte Gerätekombination aus Sämaschine und Bodenlockerer, sowie mehrere Meter breite Pflegegeräte, wie den Striegel. Mit den feinen Zinken striegelt er bereits unmittelbar nach der Saat „blind“ die aufgehenden Unkräuter aus dem Boden, wenn die Getreidekörner noch unter der Erde keimen. Die genaue Beobachtung von Witterung und Vegetation ist darum für die Aussaat und Pflege notwendig. Peter hat mir erklärt, dass man da nicht einfach nach dem Kalender gehen kann. Er selbst bezieht die Mondphasen in seine Feldplanung mit ein. Auch darf der Acker für Fahrten mit dem Traktor nie zu nass sein, sonst bilden sich harte Krusten, was das striegeln oder hacken der Kultur erschwert.

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Danach sind wir noch gemeinsam hinaus auf seinen Acker gegangen. Um uns herum im Wind wogende Halme mit prallen Körnern. In wenigen Tagen beginnt hier die Ernte. Peter wird den geliehenen Mähdrescher auch heuer wieder selbst steuern. Auch als Biobauer hat er die „klassische“ Getreidefruchtfolge: Winterweizen, Wintergerste, Sommerweizen, dazu Sommergerste, Körnermais sowie Erbse und Klee.

Biogetreide darf nicht zu dicht gebaut werden, optimal sind 300 bis 350 Körner je Quadratmeter. Weniger Getreidepflanzen lassen das Feld morgens und nach Regen schneller abtrocknen. Pilzen wird so das Leben schwerer gemacht. Weil Peter keine Tiere hat und somit auch keinen Stalldünger, braucht er mindestens 20 Prozent Legumiosen, also Erben, Wicke und Klee, in der Fruchtfolge. Dabei reichern die Wurzeln mit Hilfe von Knöllchenbakterien mit Stickstoff aus der Luft den Boden an. Als Pflanzenkenner wies mich Peter noch darauf hin, dass es ohne diese aufbauenden Vorfrüchte, nicht funktionieren würde.

Morgen werde ich weiter berichten, warum Biogetreide robuster ist und warum konventionelles Getreide längere, heiße Trockenphasen weniger gut verträgt.

Zu Besuch bei Bio-Bauer Peter Berghofer

Gestern habe ich bei einem unserer Bio-Qualitätsweizen-Lieferanten, dem dreißigjährigen Peter Berghofer aus Wiener Neustadt vorbeigeschaut, um mir ein Bild über die Getreideernte, seinen Hof etc. zu machen. Das Steinfeld im Süden Niederösterreichs gehört zu den großen Getreideanbaugebieten mit zunehmend hoher „Biodichte“. Als ich auf seinem 106 Hektar großen Biobetrieb ankomme, steigt Peter gerade vom Traktor. Biobauer ist Peter seit dem Jahr 2000, als er den Hof übernommen hat. Die Umstellung fiel ihm nicht schwer. Bereits sein Vater Walter hat kaum Handelsdünger gestreut und lieber auf Humuswirtschaft gesetzt.

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In unserem Gespräch erzählt Peter mir, dass Bio ein logischer Schritt für ihn war. Denn in der auf Getreidebau spezialisierten Fachschule in Obersiebenbrunn hat auch er noch gelernt, wie konventionelle Landwirtschaft betrieben wird und dass es “für jede Krankheit ein chemisches Mittelchen, für jeden Nährstoff einen synthetischen Dünger“ gäbe. Das war aber keine Herausforderung für ihn. Mehr interessierte Peter stets, wie man auch ohne Chemie wirtschaften kann: mit abwehrfähigen Sorten und bewusstem Verzicht auf die sonst im Getreideanbau üblichen mineralischen Dünger, Fungizide gegen Pilze, Insektizide gegen Blattläuse, Halmverkürzer oder chemische Körnerbeizen. Zur Unkrautbekämpfung setzt er statt auf Herbizide einzig auf mechanische Maßnahmen wie das Striegeln. Neben fachlichem Know-how, das gerade ein Biogetreidebauer braucht, um die Aufeinanderfolge der Kulturen am Acker, die Wahl der geeigneten Sorten und deren optimale Aussaat am Feld zu bestimmen, braucht es aber auch Schlagkraft und moderne Agrartechnik.

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Morgen werde ich über die Maschinen, mit denen Peter Berghofer seinen Hof bewirtschaftet, berichten.

Getreideernte in Österreich

In diesen Tagen startet in Österreich die Getreideernte. Die ersten Mähdrescher sind bereits unterwegs. Natürlich sind auch wir von Ja! Natürlich gespannt, wie die heurige Ernte von Weizen, Gerste, Roggen & Co ausfallen wird. Einer unserer Bio-Qualitätsweizen-Lieferanten ist der dreißigjährige Peter Berghofer aus Wiener Neustadt und ihn werde ich in den nächsten Tagen besuchen. Ich freue mich schon auf die sicher interessanten Gespräche und vielleicht bin ich ja live bei der Ernte dabei! Jedenfalls werde ich mir ein Bild über seinen Betrieb (seine Erntemaschinen, das Getreidelager) und über die heurige Ernte machen können.

Weitere Infos: Alles zu den Bio-Getreideprodukten von Ja! Natürlich finden Sie hier!


     
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