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Vom Bio-Bauern ins Regal – das ist das Motto der Neuauflage unseres Ja! Natürlich Weblogs!
Begleiten Sie in den nächsten Wochen und Monaten unser Team, und seien Sie bei den einzelnen Produktionsschritten von Brot, Milch und vielen anderen Ja! Natürlich Produkten hautnah dabei!

Video über den Bio-Eier-Bauern

Unser Video-Team hat dieses Video beim Besuch bei Herrn Burghuber aufgenommen:

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Deklaration & Kontrolle

 Als ich mit Johann nach unserem Rundgang über den Hühnerhof zurück in den Vorraum des Stalls kam, hatte Bäuerin Anna die frischen Eier vom Morgen bereits für den Abtransport in die Packstelle nach Schlierbach vorbereitet. Dort werden die Eier nach Größe sortiert und in kleinere Verkaufseinheiten für das Supermarktregal verpackt. Damit die Konsumenten sicher gehen können, auch wirklich Bioeier zu bekommen, wird jedes Ei einzeln noch am Erzeugerhof mit einem Stempel versehen. Die grüne Buchstaben-Zahlenkombination deklariert die Bio-Haltungsform samt der Hofnummer der Burghubers: 0-AT-2052351 (0= Bio). So ist keine Verwechslung oder gar Schummeln, wo auch immer, möglich.

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Strenge Kontrollen garantieren die Unverwechselbarkeit und hohe Qualität im Biolandbau.
Vier mal jährlich kommt auch zu den Burghubers der Tierarzt zum Salmonellen-Check, jedes Jahr aufs Neue werden die artgerechte Tierhaltung und - gesondert - alle Bioauflagen von einer unabhängigen Biokontrollstelle in Kremsmünster geprüft. Am Feld, im Stall und die verpflichtenden Aufzeichnungen in Johanns Büro. Der Biobauer nimmt ’s gelassen. Abschließend versicherte er mir, dass Kontrolle notwendig sei. Wenn er seinen Betrieb in Ordnung halte, bräuchte er auch Überprüfungen nicht zu fürchten. Manchmal würde er sich aber wünschen, dass die vielen Kontrollen etwas effizienter koordiniert würden. Manches würde doppelt bis dreifach kontrolliert.

Sicheres, hofeigenes Futter

Ich habe mir für meinen Besuch bei den Burghubers einen der schönsten, aber auch heißesten Tage im heurigen Sommer ausgesucht. Kein Wunder, dass bei dieser Hitze die Tiere lieber unter der überdachten Stallveranda hocken und nur vereinzelt im Schatten der Bäume herumstreifen, als wir die Hühnerweide betraten. Diese Herde sei generell eher faul, ihre Vorgängerinnen wären viel mehr unterwegs gewesen, schmunzelte Johann verschmitzt. Mit ausgestreuten Weizenkörnern lockte er die neugierigen Hennen dann doch heran. Zufrieden pickten die Tiere im Gras und scharrten munter um uns herum.

Die tägliche Kontrolle der Stalltechnik morgens und abends sowie das genaue Beobachten der Herde ist eine der wichtigsten Aufgaben des Hühnerhalters. Johann sagt, man erkenne sofort, wenn in der Herde etwas anders sei, man höre es an den Geräuschen und sehe, wenn sich Tiere unüblich träge verhalten. Dem müsse man sofort nachgehen und die Ursache suchen.

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Fit hält er seine Herde mit selbst angebautem Biofuttergetreide: Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen), Mais, Sommergerste und Hafer, dazu Pferdebohne und Erbse. Geschrotet wird das Futter am Hof, zugekauft wird nur Mineralfutter sowie Futterkalk und Muschelgrit, für feste Eischalen. Probleme mit Federpicken oder gar Kannibalismus, wie sie etwa in enger Käfighaltung häufig vorkommen, hat Burghuber bei seinen Tieren nicht (mehr). Nur seine erste Herde war nicht ganz unproblematisch — aber das waren auch noch Junghühner aus konventioneller Aufzucht, führte er als Erklärung an.

Ein glückliches Biohuhn, weiß der Hendlhalter, legt mindestens 250 Eier. Dann wird der Stall penibel gesäubert, mit Biodesinfektionsmitteln gereinigt. Übers Jahr streut der Bauer neben Hackschnitzel auch Branntkalk, seit jeher ein Hausmittel zur Desinfektion. Nach rund drei Monaten wird die nächste Hühnerherde eingestallt. Die bekommt der Landwirt über die „Geflügel GesmbH“ im nahen Schlierbach — allesamt 17 Wochen alte Junghühner von heimischen Biohennen-Aufzuchtbetrieben. Etwa drei Wochen später beginnen diese die ersten Eier zu legen.

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Hühnerhaltung mit Top-Technik

Beim kurzen Rundgang mit Bauer Johann über den Hof hörte ich nicht nur das erwartete Gackern der Hühner, sondern auch ein leises Grunzen. Sie haben nach wie vor etwa 40 Mastschweine, erzählte mir der Landwirt. Der Umstieg auf die Biolandwirtschaft hätte einen völligen Umbau seiner damaligen Schweinezucht erfordert. Nach eingehender Beratung und genauer Planung entschied sich die Familie aber anders und stellte nicht nur die Feldwirtschaft, sondern auch die Tierhaltung auf neue Beine, konkret von Klauenfüßen auf Krallen.

Binnen weniger Monate wurde hinter dem Hof ein neuer Legehennenstall errichtet. Darin (und rund herum) gackern nun knapp 3.000 Hühner der robusten Rasse „Lohmann braun“. Nicht nur das moderne Gebäude bietet dem Geflügel ausreichend Platz: auf einen Quadratmeter kommen sechs Hennen, erlaubt wären sieben. Auch die von morgens bis abends stets erreichbare, eingezäunte Hühnerweide misst stolze drei Hektar. Das entspricht knapp fünf Fußballfeldern! Nach Einbruch der Dunkelheit schließen sich die Auslaufluken, man will schließlich weder Fuchs noch Marder eine Chance geben, Beute zu machen.

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Drinnen, in eigenen, abgedunkelten Nestern legt das Federvieh überwiegend morgens und dabei oft laut gackernd ihre Eier auf ein mit Dinkelspreu bestreutes Band, das die begehrte Ware später direkt in den Verpackungsraum fördert. Der Nistplatz wird gerne angenommen, anderswo findet Bäuerin Anna nur selten ein verlegtes Ei. Vis a vis unter der Futterrinne samt Trinkwasserleitung und Sitzstangen, die auch als Schlafplatz genutzt werden, schafft ein Kotband den späteren Dünger aus dem Stall. Auch Futterzufuhr, Licht-, Temperatur- und Luftsteuerung erfolgen vollautomatisch - Bio und Hightech-Ausstattung sind längst kein Widerspruch.

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Morgen werde ich darüber berichten, woher Johann seine große Hühnerherde bekommt, wie er seine Tiere gesund und fit hält und wie viele Eier ein gutes Biohuhn überhaupt legt.

Johann, Herr über 3.000 glückliche Hühner

Diesmal hat mich meine Reise zu einem Ja! Natürlich-Lieferanten in Waldneukirchen geführt, konkret zu Johann Burghuber. Sein mächtiger Vierkant-Hof mit 31 Hektar Ackerland, zwei Hektar Wiesen und 6 Hektar Wald im Bezirk Steyr-Land, liegt direkt am Eingang zum idyllischen Steyrtal. Typisches Bauernland mit Getreideäckern, einigen Maisfeldern, grünen Wiesen, dazwischen Mostobstbäumen und nicht weit entfernt im Süden das Sensengebirge sowie die Gipfel des Toten Gebirges.

Der „Schau“-Bauer, so der überlieferte Hofname seines Betriebes, lebt hier mit seiner Frau Anna, ihren vier Kindern Hans, Monika, Peter und Edith sowie der Oma. Peter arbeitet bereits fest am Hof mit, den er einmal übernehmen soll. Wichtigstes Standbein des Familienbetriebes ist seit vier Jahren der großzügige Hühnerstall für insgesamt 3.000 Bio-Hennen.

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Biologisch geführt wird der Bauernhof seit 2001. Schon vor der Umstellung von konventioneller Landwirtschaft auf Bio hat Johann darauf geachtet, seine Äcker und Felder möglichst ohne Chemie zu bewirtschaften. Endgültig dazu entschlossen, als Biobauer neue Wege zu gehen, hat sich Johann, als die EU ab 1996 die „Herodesprämie“ eingeführt hatte. Um der wachsenden Fleischberge Herr zu werden, zahlte Brüssel damals Geld für jedes vernichtete Kalb, das jünger als 20 Tage ist. Da wusste er, jetzt sei es so weit. Es ergäbe doch keinen Sinn, etwas zu produzieren, um es sofort wieder zu vernichten.

Bereut hat er seine damalige Entscheidung noch nie. Obwohl rein biologisch zu wirtschaften gerade im Ackerbau nicht immer ganz einfach sei. Man hänge schließlich voll von den Launen der Natur ab, meinte er. Warum Johann seine Schweinezucht an den Nagel gehängt hat und nun auf das liebe Federvieh setzt, darüber möchte ich morgen berichten.

Zu Besuch bei Bioeier-Produzent Johann Burghuber

Neben Milch und knackigem Gemüse waren es vor allem Eier, die von Anfang an die Nachfrage nach Bioprodukten bestimmten und den nachhaltigen Höhenflug der heimischen Biolandwirtschaft sichergestellt haben. Daher besuche ich diese Woche einen unserer besten „Ja!Natürlich“-Bioeier-Produzenten in Oberösterreich und werde ihm und seiner Familie unter anderem beim täglichen Eiersammeln über die Schultern schauen.

Warum Johann auf das liebe Federvieh setzt, warum seine Bio-Eier keinesfalls „Mogeleier“ sein können, wie er seine Tiere gesund und fit hält, darüber möchte ich in den nächsten Tagen berichten.

Weitere Infos: Alles zu den Bio-Eiern von Ja! Natürlich finden Sie hier!


     
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