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Vom Bio-Bauern ins Regal – das ist das Motto der Neuauflage unseres Ja! Natürlich Weblogs!
Begleiten Sie in den nächsten Wochen und Monaten unser Team, und seien Sie bei den einzelnen Produktionsschritten von Brot, Milch und vielen anderen Ja! Natürlich Produkten hautnah dabei!

Interview mit Renate Prettenhofer

Hier können Sie sich das Interview mit der Bio-Apfelbäuerin Frau Prettenhofer anhören und runterladen:

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Video von der Bio-Apfel-Bäuerin

Bei unserem Besuch bei Renate Prettenhofer hat unser Video-Team wieder ein Video aufgenommen:

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Größte Vorsicht bei der Ernte

Auch wenn noch genügend Zeit ist, erkundigte ich mich bei Renate schon vorab, wie das denn so mit der Ernte abläuft. „Rund um den 20. September geht’s los“, erzählte sie mir. Dann muss alles rasch gehen, aber trotzdem mit viel Sorgfalt und Bedacht. Freunde und Verwandte werden zum Apfelpflücken eingespannt. Binnen 14 Tagen wird jede Anlage zwei bis drei Mal beerntet. „Dabei achte ich mit Argusaugen darauf, dass mit meinen Äpfeln sehr sanft umgegangen wird. Da darf niemand zu schnell sein. Ein Stoß zuviel und der Apfel leidet trotz seiner festen Schale.“ erklärte sie. Nur die schönsten Äpfel gelangen später auch ins Verkaufsregal. Der Rest wird zu Saft oder Apfelspalten verarbeitet. Sie muss alle Arbeitschritte in der Obstplantage sehr genau aufschreiben und dokumentieren, erzählte sie mir. Denn oft kommen Prüfer unangemeldet vorbei. „Dann werden Blattproben fürs Labor gezogen und alles sehr genau angeschaut.“

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Auch ich machte noch einen kurzen Rundgang über den Hof. Renates Nachbar kam gerade mit dem Traktor ums Eck und brachte ein paar Äpfel aus der vergangenen Ernte.

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Mit sich und ihrer Arbeit zufrieden, blickte sie hinunter auf ihr „Apfelreich“. Dass sie ihr eigener Chef sei schätzt sie an ihrem Beruf am meisten — wie auch die Arbeit unter freiem Himmel. „Andere müssen ins Solarium oder ins Fitnesscenter, das brauche ich alles nicht“, sagte sie zu mir und wir mussten beide lachen.

Der Inbegriff des Bioapfels

Letzten Montag fragte ich Frau Prettenhofer, warum sie ausschließlich die Bioapfelsorte „Topaz“ anbaut. Kaum ausgesprochen, geriet sie ins Schwärmen: „Der saftige Apfel mit leuchtend rot-gelber Farbe schaut nicht nur gut aus. Die Sorte ist relativ unempfindlich und hat eine feste Schale, weshalb der Apfel auch sehr lange lagerfähig ist. Er hat noch einen urtypischen Geschmack, wie ihn einst die alten Äpfel hatten. Und die Bäume helfen auch selbst mit, nur beste Äpfel zu produzieren.“ Wie das? Im späten Frühjahr, wenn die Früchte zu wachsen anfangen, beginnt das zweimalige Ausdünnen. Dabei wird das Potential von gut 200 Äpfeln pro Baum auf etwa 140 Früchte reduziert, um die Qualität der Äpfel zu steigern. Die Sorte Topaz „putzt sich selbst“ und wirft Früchte einfach ab.

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Auch dem erwünschten Bienenflug zur besseren Befruchtung hat Renate mit einem Bio-Trick nachgeholfen. Jeder zwanzigste Apfelbaum in der Anlage ist ein „Befruchterbaum“ der Sorte ‚Everest’. Diese blühen etwas früher als die Sorte Topaz und locken damit frühzeitig die Bestäuber-Helferlein in den Apfelgarten. Auf dass die Bäume Monate später besonders reiche Ernte tragen!

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Worauf dann bei eben dieser Ernte besonders gut geschaut wird, hat mir Renate ebenfalls erzählt. Aber das verrate ich Ihnen beim nächsten Mal.

Renate verwirrt die Schädlinge, bis sie ihr auf den Leim gehen.

Beim Besuch hat mir Renate Prettenhofer erzählt, wie sie den Schädlingen auf den Pelz rückt. Noch vor der Blüte beginnt der Kampf - ohne „chemische Keule“. Die im Apfelbau gefürchtete Sägewespe etwa geht den Prettenhofers stets „auf den Leim“. Mit natürlichem Klebstoff benetzte weiße Tafeln zwischen den Bäumen locken die Insekten auf der Suche nach den weißen, süßen Blüten in den klebrigen Tod. Gegen den Apfelwickler hängen ab Mitte April bis zur Ernte im Drahtgeflecht der Obstanlagen betörende Duftstreifen mit dem Lockstoff der Weibchen. So verwirrt, findet kaum ein Falter zur Paarung. Gegen Blattläuse setzt Renate hier auf fremde Hilfe: „Den Blattläusen folgen rasch die Nützlinge wie Marienkäfer oder Ohrwürmer.“ Nehmen die grünen Sauger überhand, werden die Bäume mit feinem Neembaum-Öl benetzt: „Ein völlig natürliches Abwehrmittel.“ Bei Mehltau werden die betroffenen Blätter und Triebe abgerissen.

Die Verwendung von Antibiotika (beispielsweise in Zusammenhang mit Feuerbrand) ist für die Ja! Natürlich-Bauern selbstverständlich absolut tabu.

Die Biobäuerin hat nur eine einzige Apfelsorte angepflanzt. Warum diese für sie „der Bioapfel schlechthin“ ist, möchte ich Ihnen morgen erzählen.
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Äpfel — die liebste Frucht der Österreicher

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 28 kg sind Äpfel die liebste Frucht der Österreicher. Deshalb steigt auch die Nachfrage nach Ja! Natürlich Äpfeln aus streng kontrolliertem, biologischem Anbau. Was genau aber macht diese Äpfel so besonders? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besuche ich heute Renate Prettenhofer auf ihrem Bioobstbaubetrieb im steirischen Apfelland. Ihr Betrieb in Pressguts ist nur 4,5 Hektar groß und gehört damit zu den kleineren Apfelbaubetrieben. Renate arbeitet dort ohne jegliche Agrarchemie. Wie viel Know-how es braucht, um Bioäpfel völlig natürlich zu produzieren und mit welchen kleinen, natürlich erlaubten Tricks die Biobäuerin möglichen Schädlingen zu Leibe rückt, darüber werde ich in den nächsten Beiträgen berichten.

Weitere Infos: Alles zu den Bio-Äpfeln von Ja! Natürlich finden Sie hier!


     
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